Piratengedanken

Von der Kunst, der Politik und dem Geld

Ein Beitrag von Katrin Hilger
 
Ein Aufschrei geht durch Deutschland: Der politische Geschäftsführer der Piraten, Johannes Ponader, bezieht immer mal wieder ALG2. Dieser Aufschrei wirft ein Schlaglicht auf die Art und Weise, wie Politiker gesehen werden, aber auch darauf, wie freie Künstler gesehen werden. Denn ich hatte auf Twitter geschrieben "Viele hochbezahlte Schauspieler beziehen Sozialhilfe. Da regt sich keiner auf". Wie man denn sowas behaupten könne, gibt es dafür Belege? Nun, die Belege liegen eigentlich auf der Hand: Nicht jeder Fernseh- und schon gar nicht Filmschauspieler ist jeden Tag fest im Engagement. Wenn der Film "Ein Krankenhaus in Cornwall" abgedreht ist, geht es erst einmal aufs Arbeitsamt, arbeitslos melden - wie es jeder andere auch täte, der seinen Job los geworden ist. Dazu hat auch ein Künstler das Recht. Und was kommt dann? Eigentlich das Gleiche, wie bei allen anderen auch. Je nach Länge der Beschäftigung erstmal Arbeitslosengeld und nach einem Jahr ALG2. Das ist nicht mal so selten, denn Rollen sind rar. Eine Soap wie "Lindenstrasse" ist da vom Lohn her wie ein Sechser im Lotto. Denn, das übersieht gerne jeder, die Glamourbranche ist so glamourös nicht, die Tagesgagen sind teilweise nicht schlecht, aber alles andere als so, dass man sich einen lauen Lenz machen könnte. Hier verdient keiner Fanstastillionen pro Film wie in Amerika. Rund 2000 Euro pro Tag gibt es im Schnitt für bekannte Gesichter, diejenigen Schauspieler, die in Deutschland gut davon leben können, dürften nicht mehr als 200 sein.
 

Gedanken zur Buchpreisbindung

Ein Kommentar von B. Reifschneider

WAS IST DIE BUCHPREISBINDUNG?

Die EM 2012 und kein Public Viewing?

Ein Kommentar von B. Reifschneider

Nun hat es also das Public Viewing zur Europameisterschaft 2012 ereilt. Nach den großen Events zur WM 2006, WM 2010 und Frauen-WM 2011 hätte man nicht gedacht, dass die aktuelle Fußballmeisterschaft, die EM 2012, nicht wieder in der Innenstadt live auf Großleinwänden übertragen würde. Doch in den Zeiten knapper Kassen sind solche sportlichen Großereignisse auch in einer selbsternannten Weltstadt und Metropole wie Frankfurt optional geworden.

Stammtischbesuch: Peter Feldmann

Servus,

Peter Feldmann war letzte Woche im Pulse, und stand uns etwa 2 Stunden Rede und Antwort. Mitgebracht hat er seine...mhmm keine Ahnung, persönliche Referentin und das Gegenstück zu mir, seinen Wahlkampfmanager.

Nachdem wir eine Vorstellungsrunde hatten, besetzte er die erste
Viertelstunde mit viel reden, seine Vorstellungen was er als OB machen möchte. Darauf gehe ich gar nicht ein, mir war das politische egal. Ich war auf einigen Podiumsdiskussionen mit Herbert und hab da auch viel von Feldmann gehört, viele dieser Textbausteine hat er auch heute wieder verwendet. Weil ich dies kannte hatte ich andere Fragen.

Mich hat interessiert, wer kommt da zu uns? Politprofi, Mensch,
Schleimer? Als er ein alkoholfreies Weizen bestellte gab das von mir schonmal einen Minuspunkt, aber das nur am Rande :)

Piratengedanken: Peter Feldmann, Spitzenkandidat der Frankfurter SPD zu Besuch bei den Piraten

Vorwort: Achtung, dies ist eine Veröffentlichung in der Rubrik 'Piratengedanken'. Piratengedanken heißt, dass es sich um eine Einzelmeinung handelt. Einzelmeinungen sind keine Parteimeinung!

Peter Feldmann hat den Piratenstammtisch am 12.03. in Frankfurt besucht. Ich möchte diesen Besuch aus Transparenzgründen öffentlich machen.

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass ich Peter Feldmann mit einer gehörigen Portion Misstrauen entgegengetreten bin und er hat zunächst einmal alle meine Vorurteile über Berufspolitiker bestätigt. Denn als erstes hat er einen fast 15minütigen Monolog gehalten und etwas darüber erzählt, was er alles im sozialen Bereich getan hat oder auch nicht – als ob es mich interessieren würde, was er irgendwann einmal vor langer Zeit getan hat. Die klassische Selbstdarstellungsshow halt.

Wenn ich Bundespräsidentin wäre

Wer kennt diese netten Gedankenspielchen nicht: „Wenn ich König von Deutschland wäre“ oder wenigstens „Kanzler von Deutschland“ oder so was in der Art. Als ich heute den x-ten Aufguss zur sog. Wulff-Affäre gelesen habe und in einem Internetforum einige Foristen vehement dafür plädiert haben, das Amt abzuschaffen, weil niemand einen überbezahlten „Grüßaugust“ brauche, fiel mir plötzlich ein, warum ich gerne für das Amt der Bundespräsidentin kandidieren würde. Ein Plädoyer für ein streitbares Amt des Bundespräsidenten von einer Frau, die dieses Amt niemals bekleiden wird.

Das Amt des Bundespräsidenten gilt als Amt ohne politische Macht – schon diese Auffassung ist falsch. Jeder Bundespräsident könnte aktiv in das Tagesgeschäft eingreifen und es verbessern. Dies geschieht zwar de facto nicht – aber es wäre möglich.

Die angebliche Frauendiskriminierung bei den Piraten – eine Feststellung

Nach dem Wahlerfolg der Piraten in Berlin überschlugen sich die Kritiken in der Presse – mal zum Positiven, mal zum Negativen, und zumeist tauchen dabei zwei falsche Thesen auf: Die eine, die Piraten wären eine Internetpartei (dabei wissen die Fachkundigen schon lange, dass das Internet mittlerweile nur noch ein Thema am Rande ist) und die andere, dass die Piraten, ewig als Partei für junge Männer dargestellt,  frauenfeindlich und -diskriminierend seien. Zu letzterem Punkt möchte ich als Frau, 42, Akademikerin und Pirat (ohne „in“), Stellung beziehen.  
 

Die Piraten, die Frauen und die Mündigkeit

Jaja, die Piraten sind derzeit in aller Munde. Und damit einhergehend  diese ganze Diskussion um Chancengleichheit, Frauenquote usw..
 

Herbert Förster OB-Kandidat für die Piraten?

Es ist einfach unglaublich.
Während ich wie jeder andere meiner Arbeit nachgehe tritt Petra Roth zurück und die Frankfurter Rundschau benennt mich auf ihrem Online-Portal in einer Umfrage als möglichen Kandidaten der Piratenpartei ( http://t.co/4gCRLzUo ). Das fand ich ja noch witzig, und eine gute Werbung für die Piraten. Ergebnisse bis zu 15% waren für mich erstaunlich, das ist aber nicht repräsentativ. Weniger witzig ist das die Rundschau in den letzten Jahren und Monaten nicht verstanden hat wie wir ticken.

Noch am 22.09.2011 schreibt der Autor Matthias Thieme in seinem Artikel  „Ganze zehn Stunden brauchte die Versammlung allein für die Wahl des Bundesvorstandes. Jeder der rund 1000 anwesenden Piraten hatte das Recht, Anträge zu stellen – ein basisdemokratischer Alptraum.“

Es ist der Weg zum digitalen Polizeistaat

Das Mantra der gefährdeten Gesellschaft, die von Terror, Pädophilen, Schwerkriminellen bedroht ist und welches unsere Innenminister jeden Tag herunter beten um uns zu verängstigten und zu schutzsuchendem Wahlvieh zu machen, führt uns sehenden Auges immer tiefer in einen Staat aus Kontrolle und Überwachung. Die an sich lebensfrohe Gesellschaft soll im Knebel der Angst leben und nach immer mehr Sicherheit schreien, dem Staat jedes Zugeständnis machen, das er im Kampf gegen todbringende Terrorpädophileschwerkriminelle benötigt oder in Zukunft benötigen könnte.

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