Am 28.10.2010 ist OptOutDay - Schützen Sie Ihre Daten

Piratenpartei Frankfurt: Meldebehörden haben das Recht, persönliche Daten, wie zum Beispiel Adresse, Geburtstag, Konfession und Familienstand, an Dritte weiterzureichen, solange man sich nicht selbstständig und ausdrücklich in Schriftform dagegen ausspricht.
Nach all den Datenschutzskandalen der letzten Monate und Jahre, angefangen bei der Deutschen Telekom bis hin zum Adresshandel aus Melderegistern oder das Datenleck 2008 bei dem in 200 Kommunen die Daten der Einwohnermeldeämter über das Internet frei zugänglich waren und dem erfolgreichen Experiment von Verbraucherschützern, die sechs Millionen illegale Datensätze erfolgreich kaufen konnten, sträubt sich die Regierung immer noch dagegen, den Bürger vor Adresshändlern und Direktmarketing-Unternehmen zu schützen.
 
Denn für diese Unternehmen gilt nach wie vor das sogenannte “Listenprivileg”, das es ihnen erlaubt, listenmäßig zusammengefasste, personenbezogene Daten zu erfassen und zu verarbeiten, ohne dass der Verbraucher zustimmen musste. Wer das nicht möchte, muss dieser Datenerfassung und -weitergabe ausdrücklich widersprechen (sog. “Opt-out“). Entsprechende Formulare können Sie auf Infoständen der Piratenpartei und im Internet finden (http://www.optoutday.de).
 
Am 28.10.2010 ist OptOutDay - bestimmen Sie selbst wer Ihre Daten sehen darf und verbieten Sie dem Bürgeramt (Einwohnermeldeamt) die Weitergabe Ihrer Daten. Mit dem OptOutDay will die Piratenpartei auf das Thema
Datenschutz aufmerksam machen und durch die konzentrierte Aktion ein Zeichen gegen jede Form der unfreiwilligen Adressweitergabe setzen. Von 12 bis 20 Uhr wird auf der Zeil Ecke Fahrgasse eine Mahnwache diesbezüglich stattfinden.
 
 

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