Die GEMA ist nicht mehr zeitgemäß

 
Die GEMA ist eine  Organisation, die die freie Entfaltung von Künstlern durch anachronistische Bürokratie beeinträchtigt. Dies zeigte sich erneut am Beispiel der Forderung, mit der die GEMA die CD-Produktion eines Creative Commons-Wettbewerbes des Musikpiraten e.V. behindert.
 
Am 12.09.2011 veröffentlichte der Musikpiraten e.V. die Gewinner des Wettbewerbes und wollte diese auf CD veröffentlichen. Daraufhin beanspruchte die GEMA die Rechte für fünf der Lieder und stellte eine Rechnung über 359,96€ aus. Da die GEMA tatsächlich keine Rechte an den Gewinnern des Wettbewerbes hat, prüft der Musikpiraten e.V. nun die Möglichkeit einer Strafanzeige gegen die GEMA wegen Schutzrechtsberühmung. Die GEMA muss jede Produktion einer Musik-CD wegen der sogenannten GEMA-Vermutung vor der Veröffentlichung erst auf Urheberrechte prüfen, nach der die GEMA davon ausgehen kann, dass jeder Urheber weltweit Mitglied der GEMA oder einer entsprechenden Organisation im Ausland ist. Wahrscheinlich hat sich das Missverständnis durch Namensgleichheit von der fünf Wettbewerbsteilnehmer mit GEMA-Mitgliedern ergeben. Der Musikpiraten e.V. muss nun beweisen, dass diese Namensgleichheit nur zufällig besteht.
 
Das der Musikpiraten e.V. uns als Piratenpartei offensichtlich sehr nahe steht, ändert an der Sachlage nichts. Es beweist vielmehr nur die Begabung der GEMA in Fettnäpfchen zu treten. Ein weiteres und von der Öffentlichkeit weit mehr beachtetes Beispiel leistete sich die GEMA 2010, als sie von Kindergärten Gebühren für kopierte Notenblätter zum Singen forderte. Der Begriff des Urheberrechts ist in der Form, in der er momentan rechtlich geregelt ist nicht mehr aktuell, primär auch im Zusammenhang mit dem Internet. Dies zeigt sich unter anderem an dem Konflikt, den die GEMA  mit Youtube ausficht. Dieser Fall ist nur ein weiteres Beispiel, das zeigt wie diese anachronistische Organisation mit der heutigen Realität hadert und kreative Prozesse behindert.
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