Die Lehre aus Japan

Es war der Tsunami und das Erdbeben und die Umstände - und die radioaktive Strahlung wird uns (Europäer) ja eh nicht erreichen … so Frau Merkel am Wochenende in ihrer Pressekonferenz zur Katastrophe in Japan. Die Atomlobby stößt ins gleiche Horn und denkt: Erdbeben oder Tsunamis sind in Deutschland „nicht vorstellbar“. Dabei bleibt Frau Merkel ganz klar bei ihrer Haltung, dass Kernenergie verantwortbar und vertretbar sei, obwohl sie prüfen lassen will und auch noch keine Analysen aus Japan bzgl. der Vorfälle vorliegen. Wenn es nun aber, und das führt uns Japan deutlich vor Augen, Ereignisse gibt, die dazu führen das der größte anzunehmende Unfall (GAU) eintreten kann und die Konsequenzen daraus wie z.B. Tschernobyl, 4.300 km² auf unbestimmte Zeit unbewohnbar werden oder radioaktives Material das Grundwasser verseucht, dann darf die Frage gestattet sein: Wie will denn die Frau Merkel diese Verantwortung überhaupt übernehmen? Immerhin werden sich die nächsten Generationen noch mit der Altlast der Kernenergie und den Folgen der Atomunfälle auseinandersetzen müssen. Wie also will sie das verantworten? Ob die christliche Glaubenslehre, immerhin ist Frau Merkel ja gläubige Christin, einen moralisch- ethischen Grundsatz kennt der einer Generation alles und allen anderen Generationen nichts verheißt, kann ich, der ich in religiösen Fragen nicht so bewandert bin, nicht sagen. Aber wenn es mit dem klaren Menschenverstand angegangen werden sollte, dann sage ich: Niemand kann sich hinstellen und eine Verantwortung für etwas übernehmen, das ein Risiko beinhaltet welches das Leben auf diesem Planeten auf Jahrtausende hin unmöglich machen wird. (Thorsten Wirth aka insideX)
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