Ergebnis der Wahl zum Landeswohlfahrtsverband Hessen und ist taktisches Wählen ok?

Moin zusammen,

es ist nun schon ein paar Tage her, aber  ich möchte das Ergebnis hier noch einmal veröffentlichen.

  • CDU:   102 Stimmen / 5 Sitze
  • SPD:      82 Stimmen / 4 Sitze
  • FDP:       16 Stimmen / 1 Sitz
  • Grüne:   80 Stimmen / 4 Sitze
  • Linke:     16 Stimmen / 1 Sitz
  • FW:         15 Stimmen / 0 Sitze
  • Piraten:   4 Stimmen / 0 Sitze

So weit so gut. Nun etwas zum Hintergrund, wie das Ergebnis zustande kam.

Diese Wahlen werden in Bezirken gewählt. Unser Wahlbezirk besteht aus den Kreisen Offenbach, Wiesbaden, Main-Taunus und Frankfurt. Wählen dürfen nur Stadtverordnete bzw. Kreistagsmitglieder.

Wie sie sehen haben wir Piraten ebenfalls eine Liste aufgestellt, aber nur vier Stimmen bekommen. Diese Stimmen stammen aus Wiesbaden und Offenbach. Wir in Frankfurt haben mit unseren Stimmen die Liste der Linken unterstützt, denn unsere Stimmen hatten keinen Nutzen für uns. Einen Sitz hätten wir damit nicht erringen können.

Mit unserer Entscheidung haben wir einem sehr engagierten und fachlich hervorragend geeigneten Kandidaten geholfen, weiter im Landeswohlfahrtsverband mitentscheiden zu können.

Die Abstimmungen im Main-Taunus-Kreis und in Wiesbaden waren bereits Anfang September, Offenbach und Frankfurt waren fast zeitgleich.

So wie es aussieht haben in Frankfurt die beiden Koalitionspartner CDU und Grüne gezielt den Haupt- und Finanzausschuss, welcher vor der Plenarsitzung stattfand, bewusst in die Länge gezogen, damit zum Zeitpunkt des Wahlganges in Frankfurt das Ergebnis in Offenbach schon feststand.
Deshalb haben die Stadtverordneten der CDU in Frankfurt den Grünen genau so viel Stimmen gegeben, damit diese einen weiteren Sitz erhielten.

Wir konnten nun also genau ausrechnen ob unsere Stimmen zur Unterstützung des linken Kandidaten ausreichen. Dies hat wie man sieht geklappt.

Nun hat unsere Entscheidung zum taktischen Wählen in der Piratenpartei kontroverse Diskussionen ausgelöst.

Nach meiner Meinung ist das taktische Wählen durchaus legitim und Teil des parlamentarischen Geschäfts.

Es fiel mir jedoch sehr schwer mich dafür zu entscheiden meine Stimme einer anderen Liste zu geben als der Liste der Piraten.

Als das Abstimmungsergebnis verkündet wurde habe ich mich sehr darüber geärgert, dass es keine Stimme für die Piraten gab. Erwartungsgemäß gab es also keine Stadtverordneten anderer Fraktionen oder fraktionslose Stadtverordnete, die uns ihre Stimme geben wollten.

Aus heutiger Sicht würde ich anders abstimmen. Zu diesem Zeitpunkt jedoch war ich davon überzeugt, dass es richtig ist der Linke meine Stimme zu geben, um den Kandidaten der Freie Wähler zu verhindern.

Diese Entscheidung fällte ich nach meinem Gewissen. Sie war nicht Teil einer Abmachung mit der Linke.

Wie ich schon feststellte sind solche Abmachungen im Stadtparlament üblich. Wenn die eine Fraktion der anderen hilft schuldet sie einen “Gefallen”.

Ich bin jedoch gegen solche “Geschäfte”. Wenn meine Entscheidung
jemand anderem hilft schuldet er mir keinen Gefallen.

Sollten noch Fragen offen sein sprecht mich gerne an.

Bis bald

Herbert Förster

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Kommentare

Das Momentum war nie grösser

Liebe Piraten, seit dem 21.10.2011 brodelt es in Frankfurt . Die Nordlandebahn wurde eröffnet und mit der Neuordnung des Luftraums in der Rhein Main Region, wurde die ganze Stadt/Region von FRAPORT, Landesregierung,DeutscheFlug Sicherung, Luftfahrtgesellschaften etc. als Geisel für ein riesiges Experiment genommen und wird nun permanent durch Fluglärmverschmutzt. Würde es sich um ein Atomkraftwerk handeln, wären schon längst hundert tausende auf der Strasse. Die etablierten Parteien inkl. Grüne haben einen faulen Kompromiss geschlossen und die Lärmschutzonen sind eine Farce, da der reale Lärm doppelt so laut ist , wie die Simulation, auf deren Basis die Schutzonen gesetzlich verankert worden sind.
Wir brauchen einen OB Kanidaten der Piraten, der/die sich klar zu dem Thema Fluglärm positioniert. Notfalls mit der FAG zusammen. Das Momentum war nie grösser in Frankfurt, den etablierten einen Denkzettel für die Politik zu erteilen. Das Thema Fluglärm bewegt Frankfurt und frühere Flughafen Befürworter haben erkannt, dass Sie naiv gewesen sind. Nun müssen unser aller Kinder und auch Nacherholungsgebieten (in den Stadtwald kann man jetzt nur noch mit Ohrstöpseöl gehen) darunter leiden . Es kann nicht sein, dass die FRAPORT zu einem Systemplayer a la Banken gemacht wird. Im Sinne von "to big to fail..." und immer dieses Todschlagargument "Jobmotor". Würde man nur ein Teil der realen volkswirtschaftlichen Kosten, die die FRAPORt AG verursacht (Verschmutzung, Krankheit, Beschädigungen etc.) dem Gewinn entgegenrechnen, dann hätten wir ein dickes Minus in der Bilanz

Bitte nehmt dieses Thema in den Wahlkampf auf. Selbst für die Landestagswahl wird es ein Momentum geben, da der nächste Sommer ein grausamer sein wird, da die meisten Frankfurter unter geschlossenem Fenster leiden müssen.

Grüsse aus Niederrad

Ammelito