Der Kreisverband Frankfurt der Piratenpartei erklärt sich solidarisch mit den streikenden Flüchtlingen

Seit dem 20. Oktober streiken Flüchtlinge auf der Hauptwache in Frankfurt am Main für ein menschenwürdigeres Asylrecht in Deutschland. Der Kreisverband Frankfurt erklärt den Streikenden seine Solidarität und bekräftigt die Forderungen der Asylsuchenden.

Menschen, die in ihrer Heimat vom eigenen Staat verfolgt werden, weil sie z.B. oppositionell tätig sind oder einer religiösen Minderheit angehören, können nach Art. 16a des deutschen Grundgesetzes Asyl (griech.: unverletzlich; Zuflucht, Obdach) beantragen. Jedoch sind sie dann erst einmal Asylbewerber, oft für Jahre, und dürfen weder arbeiten noch eine Ausbildung beginnen oder einfach ihr Wohnumfeld verlassen. Selbst die Schulpflicht für Kinder von Asylbewerber ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt.

Nun streikt eine Gruppe von Asylbewerbern seit dem 20. Oktober 2012 auf der Hauptwache und fordert ein Asylrecht, das ihnen die grundlegenden Menschenrechte wie z.B. das Recht auf Freizügigkeit, auf freie Berufswahl oder das Recht auf Bildung, gewährt. "Man muss sich einmal  vor Augen halten, dass dort Familien vor Regimen geflohen sind, viel auf sich genommen haben, um schlicht überleben zu können, und unser Staat bietet ihnen statt Gastfreundschaft nicht mal die Ausbildung ihrer  Kinder." so Stefan Schimanowski von den Frankfurter Piraten. "Sie  beschweren sich nicht darüber, dass sie mit weniger leben müssen als ein Hartz IV Empfänger, sie wollen, dass wir ihren Kindern die Chance geben, einen Schulabschluss zu erlangen oder eine Universität zu besuchen. Sie wollen Verwandte in anderen Bundesländern besuchen. Was hat dieser Staat für ein Problem, wenn wir das den Menschen nicht gestatten?"  so Schimanowski weiter.
"Die aktuelle Debatte um die Flüchtlinge, die aus eher wirtschaftlichen Gründen bei uns Asyl suchen, überschattet die Problematik der Menschen, die politisch verfolgt werden und uns um Schutz für sich und ihre  Familien ersuchen. Wir reden da von Schicksalen, die nicht zum Spielball eines vorgezogenen Wahlkampfes werden dürfen." so Boris Reifschneider von der Piratenpartei Frankfurt.

Weitere Informationen zum Streik finden Sie unter: fluechtlingsprotest-hessen.de

Über jeden freundlichen Besuch freuen sich die Flüchtlinge sehr.

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