Ortsbeirat 2: Bericht von der (Wieder-)Eröffnung des Bolzplatz Schönhof in Bockenheim

Ortsbeirat 2: Bericht von der (Wieder-)Eröffnung des Bolzplatz Schönhof in Bockenheim

von Jürgen Erkmann - Ortsbeiratsmitglied der Piraten Frankfurt

Heute hatte ich einen Vorort-Termin: Der Bolzplatz Schönhof hatte, auch unter Verwendung von Mitteln des Ortsbeirats, nämlich 24.000,- € von den rund 33.000,- €, die ihm jährlich zur Verfügung stehen, einen neuen Belag bekommen. Der alte Kiesbelag war wohl schon unzumutbar abgetragen, gehört der Platz doch dem Vernehmen nach zu einem, vielleicht sogar dem meist frequentiertem in Frankfurt. So weit so gut.

Schon auf den ersten Blick konnte man feststellen, wer hier aus politischen oder (presse)beruflichen Gründen war und wer zur Betreuung, Spielerschaft und Fangemeinde, denn ohne Notwendigkeit fand ich diese Grüppchen sauber getrennt vor.  Dies änderte sich erst in Maßen, als der offizielle Teil begann und alle auf den Platz selbst gerufen wurden. Die üblichen Verdächtigen - Grünflächenamt, diverse Geldgeber und zuletzt auch ein Sozialbetreuer - durften ein paar warme Worte sagen, bevor eine Auswahl der des 13. Polizeirevier zunächst eine Halbzeit gegen eine Auswahl Jugendlicher der umliegenden Einrichtungen unter anderem dem JUZ antraten. Leider hatte die Polizei keine Damenmannschaft aufgestellt, hier spielten statt dessen die Mädels zweier Schulen gegeneinander.

Letzteres schien nicht mehr auf sonderliches Interesse zu stoßen, da sich der Pulk der Ortsbeiträte und Pressemenschen doch schon vor Ende der ersten Halbzeit der Männer (20 Minuten) größtenteils aufgelöst hatte. So war es ihnen auch nicht vergönnt, den hart erkämpften, aber letztendlich verdienten Sieg der Polizeiauswahl mitzuerleben.

Man muss wohl feststellen, dass auf beiden Seiten das gegenseitige Interesse und die Neugierde gering war. Weder wollte der eine allzu genau wissen, wer ihm den Platz wiederhergestellt hatte, noch der andere für wen. Vielleicht ist das einfach so, zumal der Altersunterschied ja vehement ist, aber es stimmt nachdenklich und ein wenig traurig. Dass es auch anders geht, wurde in einem Redebeitrag zur Sprache gebracht. Im Gallus haben sich die Jugendlichen wohl sehr engagiert eingebracht.

So ist zwar wahrscheinlich ein "gutes Werk" vollbracht worden, aber die Chance zum Dialog wurde an diesem Nachmittag nicht ergriffen.