Piraten im Ortsbeirat 2 und Presse und (nicht nur) der Grüneburgpavillion

Wer sich bei dem Artikel in der Frankfurter Neuen Presse [1] gewundert hat, warum der Vertreter der Piratenpartei dort nicht auftaucht, dem kann ich nur sagen: Diese Verwunderung teile ich.

Zwar kann ich tatsächlich nicht alle Termine wahr nehmen, doch hier war ich vor Ort und habe mich auch eingebracht. Warum der Journalistin der FNP, Frau Melanie Taylor, lediglich die Kollegin Nimmerfroh (FDP) und Ortsvorsteher Kaufmann (CDU) aufgefallen sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

Leider ist Sie damit nicht alleine. Schon im Beitrag der Hessenschau über den Antrag der SPD-Fraktion zum Thema Frauenschwimmen [2], fand die Piratenpartei als Einzige zustimmende Fraktion keine Erwähnung. Da das Team in der Ortsbeiratssitzung war und ich dort einen Platz mit einem formschönen, nicht zu übersehenden Schildchen habe und zudem noch im Bild zu sehen bin, bleibt mir nichts anderes übrig, als Schlammperei oder Absicht zu vermuten; Letzteres könnte ich wenigstens noch mit Stolz tragen, obwohl es für die freie Presse ein Armutszeugnis wäre. Ich fürchte jedoch, dass es schlammpischer Rechchere geschuldet ist. Gerade bei einem durch die Bürgerinnen und Bürger zwangsweise direkt finanzierten Senders ist das aber nicht minder ernüchternd. Eine disbezügliche Anfrage bei der Redakteurin des HR's per Mail blieb im Übrigen unbeantwortet.

Nicht unerwähnt bleiben soll aber noch meine Ansicht zu dem Pavillon:
Meiner Meinung nach wurde, wenn es denn so umgesetzt wird, ein guter Kompromiss der widerstreitenden Interessen gefunden. Der Grüneburgpark steht halt nun einmal unter Denkmalschutz und war als "englischer Garten" angelegt. Dem ist ebenso Rechnung zu tragen, wie einer möglichst geringen Bodenversiegelung auf der einen und einer möglichst breiten Nutzungsmöglichkeit der Bevölkerung auf der anderen Seite.

Der Pavillion wird also nicht größer werden. Das ist für die Gruppen, die die Größe des alten Unterstands gewohnt waren, sicherlich eine dicke Kröte zu schlucken. Zumindest aber konnte angeregt werden, dass die befestigte Fläche erweitert wird und, meinem Hinweis folgend, das Dach auch eine Regenrinne bekommen sollte, da man sonst buchstäblich vom Regen in die Traufe käme. Dies wiederum ist für die "Gegenseite" schwer zu verdauen.

Ich zumindest werde mein Abstimmungsverhalten von diesen beiden Voraussetzungen abhängig machen.

[1] http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Neuer-Pavillon-fuer-Grueneburgpark;art675,2267904
[2] http://hessenschau.de/tv-sendung/video-18056.html

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Kommentare

Danke

Auch hier nochmal ein großes Danke schön für die Arbeit, welche Du Dir für den Bericht gemacht hast

Herzliche Grüße

Anna

ähnlich wie in Marburg

Hi Juergen, via Twitter erhielt ich die Anmerkung, dass es unserem Kollegen aus Marburg ähnlich ergeht, hier deren Bericht: https://www.piratenpartei-marburg.de/content/stadtverordnetenversammlung-und-startrek-die-borg-sind-unter-uns

Fast aber nicht ganz

Hallo BigAl,

etwas unterscheidet sich die Situation im Ortsbeirat dann doch von der in der Stadtverordnetenversammlung - glücklicherweise. Wie ich es schon in meinen Berichten einige Male habe durchscheinen lassen, ist die Arbeitsweise doch durchaus von Konstruktivität und Konsens gekennzeichnet.

Anträge werden gerne mal on-the-fly erweitert oder geändert, wenn eine Fraktion einen zustimmungswürdigen Aspekt mit einbringt. Das läuft also deutlich besser und ohne "schmutzige" Spielchen.

Liebe Grüße

Jürgen