Dies ist eine Veröffentlichung in der Rubrik Piratengedanken.

Piratengedanken sind Berichte, Kommentare und Meinungen unserer Mitglieder. Diese Einzelmeinungen sind nicht zwangsläufig Parteimeinung! 

 

 

Sportförderung als Integrationsmittel in Frankfurt

Frankfurt ist eine Sportmetropole. Zahlreiche Großveranstaltungen finden hier regelmäßig statt. Darunter der Frankfurt-Marathon, die europäische Meisterschaft des Ironman, das Radrennen am 1. Mai und viele weitere, bei denen sich Spitzen- und Breitensportler miteinander messen. 2011 findet in Frankfurt das Finale der Fußballweltmeisterschaft der Frauen statt, mit der TG Bornheim hat Frankfurt den größten Sportverein Hessens und dem Brentanobad das größte Freibad Europas. An schönen Tagen sind das Mainufer, der Stadtwald und die verschiedenen Parks voll mit Joggern, welche auch in großer Zahl an den vielen verschiedenen Volksläufen teilnehmen. Allen voran die größte Laufveranstaltung der Welt, die JP Morgan Corporate Challenge. Der Main ist voll mit Ruderbooten und beim Tuesday Night Skating erscheinen regelmäßig über 1000 Teilnehmer. Frankfurt bewegt sich und hat Spaß daran!
 
Beim Marathon stehen 350.000 Menschen an der Strecke um die Läufer anzufeuern. Die hier beheimateten Profivereine ziehen ebenfalls zahlreich Zuschauer an. Die Frankfurter Ultras sind europaweit für ihre Choreographien bekannt, die Spiele der Galaxy waren jedesmal eine unglaubliche Party auf den Rängen und nach dem Ende der NFL Europe haben die Fans mit Frankfurt Universe einfach ein eigenes Team gegründet, um weiter Spaß am Sport und Feiern zu haben. Unvergessen bleibt auch wie die Eishockeyfans einen Hallenweltrekord für Laola-Wellen aufgestellt haben. Fankultur wird in Frankfurt groß geschrieben.
 
Frankfurt ist auch Multikultistadt. Knapp 38% Bürger mit Migrationshintergrund bereichern unsere Stadt und das Zusammenleben funktioniert in Teilen gut. Einen großen Anteil daran hat der Sport. Der Deutsche geht mit seinem türkischen Nachbarn joggen und nicht erst seit Anthony Yeboah bejubeln wir ausländische Spitzensportler. Der Kroate und der Serbe sitzen gemeinsam in der Kneipe und freuen sich, wenn ein Mazedonier ein Tor für die Eintracht schießt. In den Parks treffen sich regelmäßig Menschen verschiedenster Nationen zum Kicken, während nebenan ein Schwede mit einem Griechen Schach spielt. Im Tischtennisverein bekommt ein Italiener von einem Chinesen etwas beigebracht und im Schwimmbad spielt ein Pole mit einem Spanier Volleyball. Sport verbindet. Die Liebe zum Sport, aktiv oder passiv, vereint die Menschen aller Nationen, Kulturen oder religiöser Ansichten.
 
Aus diesem Grund ist es unerlässlich, die Sportförderung im Breiten- und Spitzensport zu intensivieren. Sportstätten müssen ausgebaut, renoviert und saniert werden. Vereine müssen mehr gefördert werden und wir müssen auch den finanziell schwächer gestellten die Möglichkeit geben Sport auszuüben. Wir dürfen nicht länger tatenlos zusehen, wenn in einer Stadt mit so viel Kapital wie Frankfurt Profivereine wie die Frankfurt Lions den finanziellen Kollaps erleiden. Schulen und Schülern müssen mehr Sportmöglichkeiten zur Verfügung stehen, damit auch in Zukunft unser gesellschaftliches Zusammenleben garantiert ist. Unzählige ehrenamtliche Helfer leisten hier bereits sehr viel und gute Arbeit. Die Stadt Frankfurt kann allerdings weit mehr dazu beitragen und auch die ansässigen Unternehmen sind aufgefordert, sich mehr zu engagieren. Jeder sollte ein Interesse daran haben, Integration zu fördern und damit auch die Lebensqualität in Frankfurt zu steigern. Wir können es uns nicht leisten, noch mehr gesellschaftliche Kluften zu öffnen.

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